Glanzloser Pflichtsieg und Herbstmeisterschaft

SSVg Velbert - MSV Duisburg II                                                   0:2 (0:2)

Nach dem Spiel sah man Trainer Sascha Beck die Unzufriedenheit ob der gezeigten Leistung seiner Schützlinge an. Trotz klarer Überlegenheit konnte man die doppelte Fünferkette der Niederbergerinnen nur in der Anfangsphase zweimal überwinden. So sorgten "Leo" Jäger (10') und Flaka Aslanaj (14') für eine frühe Führung der Zebras, denen anschließend aber nicht mehr viel einfiel. Zugegeben sorgte der rutschige Boden, bedingt durch permanenten Nieselregen, bei fast allen Akteurinnen  für Standprobleme. Aber die Fehlpassquote der Zebras war heute einfach zu hoch, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Auch eine taktische Umstellung der Sturmreihe brachte nicht den gewünschten Effekt. Torjägerin Laura Radke, die zuletzt wie am Schnürchen traf, war heute schier nicht zu sehen. So spielte sich das Geschehen praktisch hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Zwingende Torchancen waren Mangelware. Die Zebras kreierten nur noch mit Distanzschüssen ein paar brisante Szenen, die die starke SSVg-Torfrau entschärfte. Auf der Gegenseite begünstigten einige Nachlässigkeiten in der Abwehr den Gastgeberinnen gute Tormöglichkeiten. die jedoch nicht genutzt wurden. So blieb am Ende ein glanzloser Pflichtsieg, der drei Punkte und die Herbstmeisterschaft einbrachte.

MSV II: <1> Carolin Harti - <15> Demi ter Maat, <10> Sophia Röttges (ab 90' <6> Eurona Hoti), <4> Jacqueline Broux (ab 61' <5> Aktrina Etemi) - <13> Michelle Sinz, <10>, <11> Laura Radke, <7> Paula Druschke (ab 71' <18> Mara Behnke), <9> Senem Temiz, <16> Nadine Spitalar - <14> Flaka Aslanaj, <19> Leonie Jäger  (ab 83' <3> Otandeka Laki)  -- Tr. Sascha Beck.

SR: Dušan Knezić (SSV Germania Wuppertal) - Z.: 35

Tore: 0:1 Leonie Jäger (10'), 0:2 Flaka Aslanaj (14').

[08.12.2019]

Laura Radke gegen Steele in Torlaune

SpVgg Steele - MSV Duisburg II                                                  1:7 (0:3)

Bei erfrischenden Temperaturen um den Gefrierpunkt verliefen sich rund 40 Zuschauer auf dem Sportplatz Langmannskamp in Essen-Steele, um das Spiel der Frauen-Niederrheinliga zu verfolgen. Von Beginn an übernahmen die Zebras das Kommando auf dem Kustrasenplatz. So bekam Ex-Zebra Chiara Kirstein im Steeler Gehäuse sofort mächtig viel zu tun. Besonders über die rechte Angriffsseite, wo Nadine Spitalar wirbelte, entfachten die Zebras immensen Offensivdruck. In der 16.Minute wurden die Bemühungen erstmals belohnt, als Laura Radke eine Flanke von der rechten Seite zum 1:0 ins Netz stocherte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später gab erneut Nadine Spitalar die Flanke, die diesmal Michelle Sinz zum 2:0 verwertete. In dieser Phase des Spiels versuchte Steele mit Fernschüssen zum Erfolg zu kommen, aber "Caro" Harti ließ sich damit nicht überwinden. Auf der Gegenseite kreierten die Zebras eine Großchance nach der anderen. Doch nur Laura Radke konnte Chiara Kirstein einmal zum 3:0 überwinden (33'). Steeles beste Chance resultierte unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff aus einem indirekten Freistoß am Fünfmeterraum, als der Schiedsrichter einen abgefälschten Schuss als unerlaubten Rückpass ahndete. Doch "Caro" Harti warf sich blitzschnell dem Ball entgegen und klärte zur Ecke. Nach der Pause änderten die Gastgeber ihre Taktik. Sie standen nun höher, machten die Räume im Mittelfeld enger und griffen früher an. Die Zebras kamen nun merklich zu weniger Torchancen. Dann eine Schrecksekunde für die Essener: Im Kampf um den Ball blieb Torfrau Chiara Kirstein nach einem Zusammenprall mit Michelle Sinz verletzt liegen und musste anschließend ausgewechselt werden. Während der Verletzungsunterbrechung schienen die Zebras irgendwie den Faden verloren zu haben, denn plötzlich gelang schier nichts mehr. Die Steelerinnen hatten nun erheblich mehr vom Spiel, ohne jedoch zwingende Torchancen zu generieren. Eine Viertelstunde vor dem Ende nahm Trainer Sascha Beck seinen einzigen möglichen Wechsel vor. Für Paula Druschke kam Eurona Hoti ins Spiel. Das sollte sich als Glücksgriff erweisen, denn nach zwei Minuten Spielzeit traf sie zum 4:0 (78'). Das schien die Zebras wieder aufzuwecken, denn Laura Radkes Heber über die Torfrau brachte das 5:0 (83'). Als kleiner Schönheitsfehler ist das 5:1 durch Carolin Hamann zu werten, die "Caro" Harti im 2.Versuch überwand (86'). Doch die Zebras antworteten prompt mit dem 6:1 durch Laura Radkes 4.Treffer (88') und dem 7:1-Schlusspunkt durch Senem Temiz in der Nachspielzeit.

MSV II: <1> Carolin Harti - <4> Jacqueline Broux, <10> Sophia Röttges, <5> Aktrina Etemi - <13> Michelle Sinz , <8> Pia Rybacki, <7> Paula Druschke (ab 76' <6> Eurona Hoti), <9> Senem Temiz, <16> Nadine Spitalar - <11> Laura Radke, <19> Leonie Jäger -- Tr. Sascha Beck.

SR: Maik Dreyer (SR-Gruppe Essen) - Z.: 40

Tore: 0:1 Laura Radke (16'), 0:2 Michelle Sinz (18'), 0:3 Laura Radke (33'), 0:4 Eurona Hoti (78'), 0:5 Laura Radke (83'), 1:5 Carolin Hamann (86'), 1:6 Laura Radke (88'), 1:7 Senem Temiz (90'+1).

[01.12.2019]