Fuko Takahashi krönt Abschied aus Duisburg mit dem Siegtreffer

MSV Duisburg II - 1.FC Mönchengladbach                               3:2 (2:2)

Das Topspiel der Liga, gepaart mit Frühsommerwetter, bescherte der Zwoten einen Zuschauerrekord. Die 130 Leute, die zur Mündelheimer Straße pilgerten, bekamen ein tolles Spiel beider Mannschaften geboten. Die Ausgangslage war klar: Wer heute verliert ist raus aus dem Aufstiegsrennen. Und so agierten die Kickerinnen auch. Es wurde von beiden Teams voll auf Sieg gespielt. Die Partie war während der kompletten Spielzeit völlig ausgeglichen. Die Zebras kreierten zwar die ersten Torchancen durch Distanzschüsse von "Jackie" Coenen und Michelle Sinz, doch die Gäste ging praktisch aus dem Nichts in Führung. Ex-Zebra Sarah Schmitz zog aus rund 30 Meter fulminant ab und der Ball schlug unhaltbar im rechten Toreck ein (20'). Das gab den Gladbacherinnen spürbar Oberwasser. Sie standen nun sehr hoch und versuchten mit frühem Pressing das Aufbauspiel der Zebras zu unterbinden. Ausgerechnet "Miss Zuverlässig" Jülide Mirvan unterlief ein Fauxpas. Bei der Ballannahme am eigenen Strafraum vertändelte sie das Leder, das ihr Lidia Nduka abluchste und eiskalt zum 0:2 einschoss (30'). Damit erhöhte die Gladbacher Stürmerin ihr Konto auf 26 Tore - eine klasse Quote. Obwohl Emma Hilbrands (Hand) und Elona Sadiku (Unterarm) durch Blessuren leicht gehandicapt waren, bäumten sich die Zebras auf. Im Duisburger Mittelfeld zogen Jülide Mirvan und Narjiss Ahamad die Fäden. Sie setzten immer wieder mit tollen Diagonalbällen die Außenstürmerinnen in Szene. Einen solchen öffnenden Pass nahm Michelle Sinz auf, ließ ihre Gegenspielerin aussteigen, umspielte die Torfrau und schob zum 1:2 ein (38'). Doch fast hätten die Gäste den alten Abstand wiederhergestellt, doch der Schuss von Alina Honold knallte an die Querlatte (43'). Da hatte Torfrau "Caro" Harti das Glück der Tüchtigen. Doch es sollte für die Zebras noch besser kommen: In der Nachspielzeit bekamen die Zebras an der gegnerischen Strafraumgrenze einen Freistoß zugesprochen. Michelle Sinz nahm Maß und versenkte das Leder am rechten Innenpfosten (45'), wobei Karolina Schleeberger im Gladbacher Tor noch die Finger am Ball hatte. Mit dem 2:2 ging es in die Pause. Die Anfangsphase der 2.Hälfte gehörte den Zebras, die die Gladbacher Keeperin zu Bestleistungen zwangen. Zunächste wurde sie von Narjiss Ahamad per Fernschuss geprüft (50'), bevor sie innerhalb von Sekunden die beiden Schüsse von Michelle Sinz und "Jackie" Coenen parierte (55'). Unmittelbar danach traf Jülide Mirvan die Querlatte. In der 62.Minute zeigte "Leo" Jäger ein technisches Kabinettstückchen. Sie nahm den Ball zunächst mit der Hacke an und schoss volley auf das Gladbach Tor. Leider ging das Leder knapp daneben (62'). Dann gaben die Gäste nochmals Gas. Nun musste "Caro" Harti mehrfach ihr ganzes Können aufbieten, um einen möglichen Rückstand zu verhindern. Die Entscheidung fiel schließlich in der Schlussminute. Ein langer Ball von Katharina Dahmen über die komplette Abwehrreihe der Gäste, erreichte Fuko Takahashi. Die quirlige Japanerin, die heute ihr letztes Spiel für die Zebras bestritt, umkurvte Karolina Schleeberger und schob zum 3:2-Siegftreffer ein. Damit waren die Aufstiegsträume der Gäste geplatzt und die Zebras zogen in der Tabelle an den Gladbacherinnen vorbei. Rückblickend war das Match mit das Beste, was die Niederrheinliga zu bieten hat. Nach dem Abpfiff wurde noch Elona Sadiku für ihr 50.Spiel im Zebradress geehrt.

 

MSV II: <1> Carolin Harti - <20> Katharina Dahmen, <21> Emma Hilbrands, <27> Elona Sadiku - <14> Franzisca Döpp, <22> Jülide Mirvan, <8> Narjiss Ahamad, <29> Fuko Takahashi, <19> Leonie Jäger - <23> Jaquelin Coenen, <13> Michelle Sinz -- Tr. Sascha Beck.

SR: Sascha Crincoli (Duisburger SV 1900) - Z.: 130

Tore: 0:1 Sarah Schmitz (20'), 0:2 Lidia Nduka (30'), 1:2 Michelle Sinz (38'), 2:2 Michelle Sinz (45'), 3:2 Fuko Takahashi (89').

[19.05.2019]

Souveräner Erfolg bei Mitkonkurrent Steele

SpVgg Steele - MSV Duisburg II                                                  1:4 (0:3)

Überraschenderweise gestaltete sich das vermeintlich schwere Spiel gegen die erfahrene Steeler Mannschaft einfacher als erwartet. Grund dafür war die hohe Effizienz der Chancenauswertung. Die Zebras bestraften die Fehler der Steeler Hintermannschaft gnadenlos. Die Beck-Truppe suchte das Heil im Angriff, was sich als die beste Strategie gegen die routinierten Gastgeberinnen erwies. Die erste gute Tormöglichkeit hatte Katharina Dahmen mit einem strammen Schuss, den die gute Chiara Kirstein im Essener Tor zur Ecke lenkte (6'). Michelle Sinz hatte gegen die Torfrau zwei Einschussmöglichkeiten, wobei sie die Letztere zur Führung einnetzte (8'). Die kleine Flügelflitzerin sorgte mit ihrem explosiven Antritt und unberechenbaren Haken für reichlich Offensivdruck. Auch beim 2.Treffer der Zebras war sie maßgeblich beteiligt: Ihren Schuss konnte die Steeler Keeperin nur abklatschen und "Knipser Leo" Jäger staubte erfolgreich ab (17'). In der 28.Minute hatten die MSV-Anhänger schon den Torschrei auf den Lippen, doch Katharina Dahmens Schuss knallte an den linken Außenpfosten. Auch "Leo" Jäger und Michelle Sinz zielten knapp am Tor vorbei, bevor Jülide Mirvan "den Hammer auspackte". Unnachahmlich knallte sie das Leder aus 30 Metern in den Giebel (41'). Mit dieser klaren 3:0-Führung ging es in die Kabine. Nach Wiederanpfiff wurden die Offensivanstrengungen der Steelerinnen spürbar stärker, so dass die Zebras zunächst vermehrt in die eigene Hälfte gedrängt wurden. Doch zwingende Torchancen der Essenerinnen ließen die Zebras nicht zu. Langsam lösten sich die Zebras wieder aus der Umklammerung und kreierten Chancen durch Narjiss Ahamad per Freistoß und Katharina Dahmen aus der kurzen Distanz. Mit zwei Wechseln brachte Trainer Sascha Beck frische Leute für die Offensive. Für "Leo" Jäger und Katharina Dahmen kamen nun "Jackie" Coenen und Senem Temiz zum Einsatz. Michelle Sinz hatte das 4:0 auf dem Fuß, fand jedoch in Chiara Kirstein zweimal ihre Meisterin (78'). Praktisch im Gegenzug kam Steele zum Anschlusstreffer, als Nicole Crisci eine Hereingabe von der Grundlinie aus einem Meter einköpfen konnte (80'). Beim 3.Wechsel bewies Trainer Sascha Beck "ein goldenes Händchen", denn die eben eingewechselte Franzisca Döpp leitete mit einem klugen Pass auf Michelle Sinz das 4:1 ein. Ihr Pass in den Fünf-Meter-Raum spitzelte Yu Ishikawa, die heute ihr letztes Spiel im Zebradress absolvierte, zum 4:1-Endstand in die Maschen (88'). Damit landeten die Zebras einen "Big Point" gegen einen Mitkonkurrenten, der zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr geriet.

MSV II: <1> Carolin Harti - <10> Sophia Röttges, <21> Emma Hilbrands, <27> Elona Sadiku - <13> Michelle Sinz, <22> Jülide Mirvan, <8> Narjiss Ahamad, <29> Fuko Takahashi (ab 86' <14> Franzisca Döpp), <20> Katharina Dahmen (ab 73' <9> Senem Temiz) - <17> Yu Ishikawa, <19> Leonie Jäger (ab 66' <23> Jaquelin Coenen) -- Tr. Sascha Beck.

SR: Abdelhak Fachtali (Essen) - Z.: 45

Tore: 0:1 Michelle Sinz (8'), 0:2 Leonie Jäger (17'), 0:3 Jülide Mirvan (41'), 1:3 Nicole Crisci (80'), 1:4 Yu Ishikawa (88').

[12.05.2019]

Hemmerden ist in Duisburg chancenlos

MSV Duisburg II - SV Hemmerden                                             6:0 (3:0)

Auch das dritte Heimspiel in Folge blieben die Zebras nicht nur siegreich, sondern sogar ohne Gegentor. Nach einer kurzen Abtastphase übernahmen die Zebras die Kontrolle über das Spiel. In der 10.Minute wäre fast das 1:0 gefallen, doch Katharina Dahmen , die mit der Torfrau zusammenprallte, traf das Leder nicht richtig. So kullerte der Ball parallel zur Torlinie, bevor er weggeschlagen wurde. Die Zebras schnürten die Gäste förmlich in der eigenen Hälfte ein und versuchten die vielbeinige Abwehr zu überwinden. Nach einer Ablage von "Jackie" Coenen fand Fuko Takahashi schließlich die Lücke und traf zur verdienten Führung (14'). Danach berannte die Beck-Elf weiter das gegnerische Gehäuse, doch zwingende Abschlüsse wurden nur vereinzelt erfolgreich herausgespielt. Nach mehr als einer halben Stunde Spielzeit schlugen die Zebras dann per Doppelschlag zu. Zuerst traf Katharina Dahmen freistehend von der Strafraumgrenze zum 2:0 (36'), bevor ein Flatterball von Elona Sadiku im Kasten einschlug (38'). Hierbei sah die Gästekeeperin, die recht stark hielt, etwas unglücklich aus. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte "Leo" Jäger die große Chance zum 4:0, scheiterte aber an der Torfrau des SVH. Besser machte es Katharina Dahmen, die eine Flanke von Michelle Sinz einnetzte (50'). Eine verunglückte Flanke von Sophia Röttges landete zwar im SVH-Tor, doch der gute Schiedsrichter entschied auf Abseits (52'). Nur eine Minute später startete Senem Temiz zu einem furiosen Solo und schlenzte das Leder zum 5:0 in die Maschen (53'). Nach einer Stunde brachte Trainer Sascha Beck Narjiss Ahamad für die bereits verwarnte Sophia Röttges. In der Folgezeit hatten die Zebras zahlreiche Chancen, agierten aber entweder zu kompliziert, oder verfehlten das Ziel knapp. Einen Doppelpass mit Narjiss Ahamad vollendete die eingewechselte Yu Ishikawa dann zum 6:0-Endstand (79'). Bis zum Schlusspfiff präsentierten sich die Zebras torhungrig, doch zweimal wurde der Ball von einer Abwehrspielerin noch "von der Linie gekratzt". Alles in allem ein überaus verdienter Sieg, der zu keinem Zeitpunkt auch nur Ansatzweise in Gefahr war. 

MSV II: <1> Carolin Harti - <10> Sophia Röttges (ab 61' <8> Narjiss Ahamad), <21> Emma Hilbrands, <27> Elona Sadiku - <13> Michelle Sinz (ab 79' <7> Sabrije Krasniqi), <22> Jülide Mirvan, <9> Senem Temiz (ab 69' <17> Yu Ishikawa), <29> Fuko Takahashi, <20> Katharina Dahmen - <23> Jaquelin Coenen, <19> Leonie Jäger -- Tr. Sascha Beck.

SR: Göksal Tunca (Rot-Weiß Selimiyespor Lohberg) - Z.: 45

Tore: 1:0 Fuko Takahashi (14'), 2:0 Katharina Dahmen (36'), 3:0 Elona Sadiku (38'), 4:0 Katharina Dahmen (50'), 5:0 Senem Temiz (53'), 6:0 Yu Ishikawa (79').

[05.05.2019]