Die Wurzeln: Der FCR Duisburg 2001 II

Regionalliga-Kader 2013/14 des FCR...

...und im neuen Zebra-Gewand

Regionalliga-Kader 2014/15

Nach Differenzen über die Rasenplatznutzung an der heimischen Sportanlage "In den Wieen" spaltete sich die Frauenabteilung des FC Rumeln-Kaldenhausen 1955 (1997 Umbenennung in FCR Duisburg 1955) vom Hauptverein ab und gründeten am 8.Juni 2001 den FCR Duisburg 2001. Die 2.Mannschaft spielte zunächst in der Verbandsliga Niederrhein, bevor der sportliche Höhenflug einsetzte, der sie über die Regionalliga West in die 2.Bundesliga Süd führte. In dieser Zeit wurden viele namhafte Spielerinnen in der Zweitvertretung ausgebildet. So liefen u.a. Julia Debitzki, Elena Hauer, Alice Hellfeier, Gurbet Kalkan, Hasret Kayikçi, Irina London, Vanessa Martini, Geldona Morina, Ana Christina Oliveira Leite, Isabel Schenk, Daria Streng, Vanessa Wahlen und Yvonne Zielinski zunächst in der 2.Mannschaft auf, bevor sie sich im Oberhaus des Frauenfußballs durchsetzten. Über ein halbes Jahrzehnt hielt sich die Zweitvertretung auf höchstem Niveau. Danach erfolgte langsam der Niedergang. Mit den zunehmenden finanziellen Problemen des FCR ging es auch mit der Zweitvertretung sportlich abwärts. Am Ende der Saison 2011/12 erfolgte der Abstieg in die Regionalliga West. Nur 18 Monate später kam der finanzielle Kollaps. Das Kapitel FCR Duisburg 2001 endete in der Insolvenz. Zum 01.01.2014 wurde der Verein liquidiert und die gesamten Mannschaften schlossen sich dem MSV Duisburg an, dem seitens des DFB, des WFLV und des FVN das Spielrecht für die jeweiligen Mannschaften übertragen wurde. Nur so konnte der höherklassige Frauenfußball in Duisburg gerettet werden.



Der Wandel: Aus Löwen werden Zebras

Regionalliga-Kader 2015/16

Regionalliga-Kader 2016/17

Direkt nach der Übernahme der Frauenabteilung durch den MSV hatte die Zweitvertretung ihre erfolgreichste Zeit. Mit Elena Hauer, Marina Himmighofen, Laura Luis, Geldona Morina und Laura Neboli spielten einige hochkarätige Bundesligakickerinnen in der 2.Mannschaft. Diese spielerische Qualität zahlte sich aus. So verpasste man zweimal den Aufstieg in die 2.Bundesliga nur äußerst knapp (2013/14 und 2014/15). In der Folgesaison 2015/16 landet man erneut in der oberen Tabellenhälfte. Mit dem Ausscheiden dieser Spielerinnen, sowie dem Weggang der festen Regionalligagrößen Maria Hertzenberg, Inga Jürgen,  Anke Bak und Gurbet Kalkan gab es den ersten großen Umbruch im Team. Ein schlechter Saisonstart 2016/17, gepaart mit Verletzungspech einiger Stammspielerinnen wie Frauke Fleischer und Janina Vogt, hielt die junge Truppe permanent auf den Abstiegsplätzen. Trotz eines beeindruckenden Endspurts blieb am Saisonende nur der Gang in die Viertklassigkeit.



Der Umbruch: Der Unterbau als Talentschmiede

Niederrheinliga-Kader 2017/18

Niederrheinliga-Kader 2018/19

Mit dem Wechsel auf der Cheftrainerposition, Christian Franz-Pohlmann kam für Inka Grings, wurde auch eine neue Philosophie für die Nachwuchsarbeit definiert. Es sollen langfristig die talentiertesten Spielerinnen  aus den Mädchen-mannschaften gezielt gefordert und gefördert werden. Somit soll der Verlust guter Spielerinnen durch Abwanderung zu konkurrierenden Vereinen verhindert werden. Der neue Cheftrainer hat dafür vier Plätze in seinem Kader für Talentspielerinnen reserviert. Die 2.Mannschaft soll zukünftig als Talentschmiede für das Bundesligateam dienen. Dazu soll das Seniorennachwuchsteam kontinuierlich in eine reine U21 umgewandelt werden, was für die älteren Spielerinnen wie Scarlett Hellfeier, Vanessa Beyer und Frauke Fleischer das sportliche Aus bei den Zebras bedeutete. Wegen dieses radikalen Umbruchs lief 2017/18 dann eine blutjunge Truppe in der Niederrheinliga auf, die den Aufstieg in die Regionalliga nur um einen Punkt verfehlte.